„Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ in der Sporthalle der Büchener Friedegart-Belusa Gemeinschaftsschule

Die 10 Schüler des Wahlpflichtkurses „Darstellen und Gestalten“ der 10. Klassen brachten am 19. und 20. Juni 2017 den Roman „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ absolut überzeugend auf die Bühne.

Die Schüler und ihre Lehrkraft Silke Jentzsch haben innerhalb eines Jahres eine neue und ganz eigene Version des Bestsellers von John Green entwickelt: So begann die Vorführung gemeinsam mit allen zehn Akteuren und den unterschiedlichsten Zitaten aus dem Buch und endete wieder mit der gesamten Gruppe und dem Zitat „Lebe dein bestes Leben heute!“. Dieses war als die wesentliche Botschaft an das Publikum zu verstehen und wurde von jedem Spieler einzeln gesprochen, untermalt von der Musik „River Flows In You“. Exakt mit dem letzten Satz endete auch die Musik.

Die Figur der Hazel teilten sich Anastasia Ross (im ersten Teil) und Tanisha Geißelhardt (zweiter Teil) sowie Celin Andersen (als die erzählende und kommentierende Hazel). Alle drei Schülerinnen brachten den Charakter der Hauptfigur, sprich ihren Realismus und ihre Ironie gegenüber ihrer Krankheit, ihre Ernsthaftigkeit und ihren Witz, verblüffend gut rüber.

Auch Judit Sturm als Gus stellte ihr erstaunliches Können unter Beweis. Sie überraschte u. A. mit ihrer Mimik, wenn sie mit Hazel flirtete, mit ihrer Körpersprache und mit ihrer ausgeprägten Sprach- und Ausdruckssicherheit.

Diese vier Schülerinnen in den beiden Hauptrollen erzeugten beim Publikum immer wieder Gänsehaut oder auch Tränen, entlockten ihm allerdings genauso häufig ein Lächeln oder Lachen.

Aber auch die anderen Schüler waren mit ihren Rollen förmlich verwachsen:

Charlotte von Bremen verkörperte im wahrsten Sinne des Wortes den „Kotzbrocken“ Peter van Houten, ließ die Zuschauer über diese Figur lächeln aber auch entsetzt zusammen zucken.

Meike Ihde und Alice Bien, als Hazels Mutter und Vater, gelang es, das Mitgefühl des Publikums zu erregen. Ausgesprochen liebevoll war nicht nur ihr Umgang mit ihrer Tochter, sondern auch der miteinander.

Tiefe Freundschaftsgefühle gegenüber Gus und Hazel, enttäuschte Liebe, große Traurigkeit über sein eigenes Schicksal und vor allem über das seines besten Freundes Gus und die trotz allem bestehende Lebensfreude waren die Gefühle, die Hannah Sofie Eggert in der Rolle des Isaacs überraschend gut vermittelte.

Den ausgesprochen freundlichen bzw. liebenswürdigen Charakter der Lidewij, der Doktor Maria, der Kellnerin und der Stewardess brachte Marie Bruhn absolut treffend rüber.

Björn Behling spielte nur kleine Rollen, da er auch noch für die unterschiedlichste Beleuchtung, die richtigen Mikros und die verschiedenen Songs zum richtigen Zeitpunkt sorgte.

Unterstützt wurde dieses kleine Ensemble durch einige Schüler, die bereit waren, sich zusätzlich zu engagieren mit einem eindrucksvollen Tanz, einem schönen Love Song bzw. durch die Beteiligung an Szenen, die noch mehr Spieler erforderten, um entsprechend deutlich zu werden.

Den Schülern ist es tatsächlich gelungen, das Publikum, das alle Altersklassen umfasste, so sehr in ihren Bann zu ziehen, dass man während der Vorstellung eine Stecknadel hätte fallen hören. Außerdem erschien manch Zuschauer sowohl zum ersten als auch zum zweiten Abend.

Nach zwei Stunden reiner Spielzeit wurden die Akteure von den jeweils ca. 150 Zuschauern mit tosendem Applaus bzw. am zweiten Abend sogar mit Standing Ovations belohnt.

Auch die Spende, die sich auf mehr als 850 Euro beläuft und dem Förderverein für schwerstkranke und behinderte Kinder zugutekommen soll, ist eine Anerkennung für die großartige Leistung (Ein großes Dankeschön an alle Spender!).

Mit diesem Projekt und dem Abend des 20. Juni endete die vierjährige intensive Unterrichtszeit in einer super guten und vertrauensvollen Arbeitsatmosphäre und so hieß es für Lehrer und Schüler, Abschied voneinander zu nehmen. Und nun kullerten echte Tränen, als die Schüler sagten, dass ihre Lehrerin ihnen mit diesen 4 Jahren eine kleine Unendlichkeit geschenkt habe und sie sie schon jetzt vermissten.

Abschließend noch ein paar Äußerungen seitens des Publikums:

„Gänsehaut pur!“

„Dieses schwierige Thema ist einfach großartig auf die Bühne gebracht worden!“

„Einfach nur toll!“

„Die gesamte Vorstellung war sehr berührend. Richtig weinen musste ich, als Schüler und Lehrer ihre Reden für einander hielten.“

„Chapeau, eine absolut grandiose Leistung von Lehrer und Schülern!“

„Danke für den außerordentlich beeindruckenden Abend. Ich werde mich gedanklich noch lange damit auseinandersetzen. – Danke!“

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

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