„Monsieur Claude und seine Töchter“

Nach zehn Monaten intensiver Arbeit war es nun so weit: Am 4. und 5. Juni brachten die 11 Schülerinnen und 2 Schüler des Wahlpflichtkurses „Darstellen und Gestalten“ der 10. Klassen unter der Leitung von Silke Jentzsch ihre Theaterversion des Filmes „Monsieur Claude und seine Töchter“ überzeugend auf die Bühne.

Eingeläutet wurde die Aufführung mit den Hochzeitsfotos zu den drei Trauungen und dem Running Gag: „Ich sehe da jemanden, der überhaupt nicht lächelt“. Die Auswahl der Musik und der dazugehörigen Tänze (unterstützt von der Tanz-AG) verdeutlichte die jeweilige Herkunft der Schwiegersöhne.

Dann begann die eigentliche Handlung mit der Beschneidung eines Enkelsohnes gefolgt von einem heftigen Streit des Vaters mit seinen Töchtern und Schwiegersöhnen sowie deren Auseinandersetzungen. Nach der Versöhnung erscheint jedoch der farbige Charles und die Schwierigkeiten spitzen sich wieder zu, bis schließlich der Hochzeitsmarsch, gespielt von der Schulband, ertönt … .

Ungefähr zwei Stunden lang ist es den Schülern wunderbar gelungen, ihr Publikum bestens zu unterhalten. Der Auftritt des Wunsch-Schwiegersohnes für die jüngste Tochter, das erste Treffen der Eltern mit dem farbigen Charles, und die beiden betrunkenen Väter, die inzwischen Freundschaft geschlossen haben, zählen zu den Szenen, die das größte Gelächter ernteten.

Schauspielerische Qualitäten zeigten besonders Marten Paulsen und Hilke Riege als das Elternpaar der vier Töchter. Aber auch alle weiteren Rollen wurden von den gesamten Kursschülern überzeugend verkörpert. Gute Unterhaltung und Kurzweil zeichneten diese beiden Abende aus. So spendete das Publikum nicht nur einen riesigen Applaus, sondern auch noch insgesamt ca. 1.400 Euro (Ein herzliches Dankeschön an alle Spender!). Dieses Geld soll dem Kinderhospiz „Sternenbrücke“ zu Gute kommen.

Gleichzeitig bedeutete nun die zweite Aufführung auch das Ende von vier Jahren intensiven Unterrichts. Anfangs war wohl diese gemeinsame Zeit recht schwierig und die Lehrerin bei den Schülern reichlich unbeliebt. Doch schließlich sollte sich diese zu ihrer Lieblingslehrerin entpuppen. Dieses wird in dem von den Schülern heimlich gedrehten Video, einem ganz besonders persönlichen sowie berührenden Geschenk an Frau Jentzsch, jeweils offen geäußert. So spiegeln auch die weiteren Aufnahmen wider, mit welcher Freude die Schüler mittlerweile diesen Unterricht wahrnehmen und wie gut diese Gruppe zusammengewachsen ist.

Auch Frau Jentzsch fiel der Abschied schwer, denn jeder einzelne Schüler hat seine ganz besondere, aber auch sehr liebenswerte „Macke“, auf die sie nun verzichten muss.

Schüler und Lehrer sind ein lebendiges Beispiel dafür, dass es wunderbar funktioniert, wenn man Fremden und Ungewohntem mit einer gewissen Aufgeschlossenheit und gesundem Menschenverstand begegnet – entsprechend der Botschaft des Stückes „Monsieur Claude und seine Töchter“.

Monsieur Claude und seine Töchter

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Quelle: Büchener Anzeiger, 02.06.2018
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