30 Jahre nach dem Fall der Mauer: Unsere zweite Grenzwanderung

Pünktlich um kurz nach acht Uhr ging es los. Bei bestem Wetter setzten sich zuerst die 5.Klässler in Bewegung, dann folgten die höheren Klassen und den Schluss des Schülerstroms bildeten die Abiturienten des nächsten Jahres. Begleitet durch die Polizei ging es zunächst in Richtung Bahnhof. In dem langen Tunnel, der unter den Gleisen durchführt,  sind  80 Bilder unserer Schüler/innen zu sehen. Die einzelnen Jahrgänge hatten unterschiedliche Themen bearbeitet: In den Klassen 5/6 ging es ums „Unterwegs sein“, die 7./8. Klassen hatten das Thema „Gemeinschaft“, die 9./10. Klassen „Freiheit“ und die Oberstufe schließlich „Grenzen“.  Bei der Gestaltung der Kunstwerke hatte es bereits eine intensive Beschäftigung mit diesen auch für unsere Schule wichtigen Themen gegeben und nun dienen die Bilder dieser gemeinsamen Aktion mit der Bahn-AG als Graffiti-Schutzboards und werden in den nächsten Jahren viele Betrachter finden. Kleine Fehler, die beim Plakatieren gemacht wurde, sollen in Kürze noch korrigiert werden.

Am Ende des Tunnels warteten dann die ersten prominenten Mitwanderer und die Presse auf den Schülerstrom. Von der Gemeinde Büchen waren der Bürgervorsteher Herr Bourjau und als Vertreter des Schulverbandes Herr Bürgermeister Möller dabei. Frau Rohwer als zuständige Schulaufsichtsbeamtin  war aus Kiel gekommen, ebenso dabei waren die Schulrätin Frau Thomas und der Vertreter der Bahn-AG Herr Behncke.

Am Bahnhof konnten wir auch unsere erste Informationstafel vorstellen. Die Oberstufe hatte wichtige Ereignisse der Weltgeschichte notiert und darunter befinden sich Fotos mit Szenen aus Ost und West aus den Jahren 1945 bis heute. Diese Fotos stammen meist von Eltern oder Großeltern unserer Schüler/innen und wurden von den Jahrgängen 7/8 zusammengestellt.  Elf dieser Informationstafeln findet man nun am Weg zwischen Schule und Grenze, es entstand also ein Geschichtsparcours, der auch der Öffentlichkeit dient.

Auf der Kanalbrücke bei Büchen-Dorf musste der Zug anhalten, denn hier wurde das diesjährige Jahrgangsfoto gemacht. Mit der von Herrn Karsch bedienten Drohne gelang es, alle auf das Bild zu kriegen.

In Büchen-Dorf kam dann auch unser prominentester Besuch hinzu: Die Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Frau Karin Prien wanderte gemeinsam mit uns die letzten 2,7 km bis zur Grenze.  Dieser hohe Besuch ist eine große Anerkennung für unsere Bemühungen, bei den Schülerinnen und Schülern das historisch-politische Bewusstsein zu stärken!

Am Zielort angekommen hatten unsere Hausmeister alles vorbereitet: Ein Anhänger diente als Bühne, eine Lautsprecheranlage war vorhanden und der „Wunschbaum“ stand bereit. Zunächst aber stellten Schüler/innen der 5. Klasse die Namengeberin unserer Schule, Friedegart Belusa, vor. Eine Tafel mit Angaben zu ihr und eine Würdigung ihrer Leistungen wird vor der Schule ihren Platz finden.

Der „Wunschbaum“, gespendet von Fa. Peter Möller,  stand im Mittelpunkt der Feierstunde. Die Klassen aller Jahrgänge hatten sich im Unterricht Gedanken gemacht über die wichtigen Begriffe „Gemeinschaft“, „Freiheit“ und „Demokratie“  und gemeinsam gefundene Kernaussagen auf Kärtchen geschrieben. Auch die Ministerin Frau Prien hatte entsprechende Karten vorbereitet, die sie als erste an den Wunschbaum hängte. Es folgten die Klassensprecher aller Klassen. Am Ende flatterten über 40 Kärtchen im Wind. Die sehr unterschiedlichen kurzen  Texte zeigen, dass es innerhalb der Klassen eine eingehende Beschäftigung mit den Begriffen gegeben hat.

Der letzte Programmpunkt war die Zukunftstafel der 10. Klassen, die ebenfalls vor der Schule ihren Platz finden wird. Diese Klassen hatten Wunschvorstellungen formuliert, die mittels eines QR-Codes noch auf der Homepage der Schule ergänzt werden können.

Pünktlich gegen 10.30 Uhr machten sich alle wieder auf den Rückweg. Manche besuchten zuvor das Denkmal aus unserer Grenzwanderung von 2014 oder betrachteten noch einmal in Ruhe die Informationstafeln.

Es war ein überaus erfolgreicher Tag. Wir haben durch das gemeinsame Erleben nicht nur unsere Schulgemeinschaft gestärkt, sondern es wurde deutlich, dass allen Schüler/innen, auch wenn sie in jüngeren Jahrgängen die historischen Zusammenhänge nicht komplett verstanden haben, deutlich wurde, dass der Jahrestag des Mauerfalls ein Anlass zum Gedenken und zum Feiern ist.  Der Besuch unserer Ministerin und ihre überaus positive Rückmeldung sind zudem eine schöne Anerkennung unserer Arbeit.

Weitere Informationen über diese zweite Grenzwanderung und eine Würdigung dieser Aktion sind den folgenden Pressemeldungen zu entnehmen.

Ohne die Mithilfe vieler wäre das Projekt nicht möglich gewesen. Ich danke

  • Herrn Behncke von der Bahn-AG,
  • dem Bauamt und dem Bauhof der Gemeinde Büchen,
  • dem Ordnungsamt,
  • der Polizei und der Feuerwehr,
  • unserem Schulverein,
  • Herrn Peter Möller ,
  • Herrn Dr. Bohlmann,
  • den Eltern, die uns Fotos zur Verfügung stellten,
  • der Stiftung Naturschutz.
  • allen Schülerinnen und Schülern, die sich an unterschiedlicher Stelle eingebracht haben,
  • sowie dem auch bei diesem Projekt wieder sehr engagierten Kollegium.

Dr. Harry Stossun, Schulleiter

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Unsere Bildungsministerin schrieb nach dem Besuch bei uns auf Facebook:

„Was für ein glücklicher Tag . Mit über 900 Schülerinnen und Schülern und dem Kollegium der Friedegart-Belusa-Schule in Büchen bin ich heute anlässlich von 30 Jahren Mauerfall zur alten Grenze gewandert. Gemeinsam haben wir einen Demokratie-Baum geschmückt. Die Schülerinnen und Schüler haben ihr Verständnis von Freiheit, Demokratie und Gemeinschaft formuliert, positiv und der Zukunft zugewandt.“