Im Jahre 2026, am neunten Tage des Monats März, brach eine kleine Schar junger Gefährten auf zu einer weiten Fahrt gen Westen. Zehn Maiden, vier Knappen und zwei weise Lehrmeister versammelten sich am Bahnhofe, wo ein mächtiger eiserner Wagen – der Zug – sie über das altehrwürdige Köln und Brüssel gen Frankreich trug. Nach langer Reise erreichten sie die Stadt Nantes, um von dort ihre Quartiere in Clisson aufzusuchen.
Auf ihrer Aventiure gelangte die Reisegruppe am zweiten Tage nach Nantes. Dort führte sie ein kundiger Franzose durch die Straßen der Stadt, in den großen botanischen Garten mit seinen wunderlichen Pflanzen und in die Halle der Machines de l’Île, wo gewaltige Tiere aus Metall und Zahnrädern wandelten wie lebendige Kreaturen. Glücklicherweise waren diese Geschöpfe friedliebends, sodass man keinen Kampf gegen sie führen musste.
Am dritten Tage stellten sich die Gefährten einer Stadtrallye und durchstreiften die Gassen auf der Suche nach dem Gral. Hernach besichtigten sie das stolze Schloss der Duchesse Anne de Bretagne, wobei sie manch seltsam anmutende Erkenntnis über Land und Leute erfuhren. Am Abend bereiteten sie gemeinsam ihr Mahl und tafelten fröhlich.
Die Reise führte die wackeren Recken und Maiden am vierten Tage zu ihrer Partnerschule, dem Lycée Charles Péguy, wo sie neue Bekanntschaften schlossen und auf weitere Abenteuersuchende aus den Niederlanden und dem fernen Irland trafen. Hierbei unterzogen sie sich ihrer nächsten großen Prüfung, indem sie ihre Heimatregion und -schule in der Sprache der Franzosen präsentierten.
Am fünften Tage zog die Gruppe zum Markte von Clisson, wo Händler Fische, Fleisch, Würste und Käse feilboten. Unsere wackeren Recken und Maiden begannen dabei auch in der Sprache des ansässigen Volkes zu feilschen und Geschäfte abzuwickeln. Weiterhin fanden die süßen Backwerke wie z.B. Macarones großen Anklang bei unseren Gefährten und wurden als Proviant für den nächsten Tag oder als Beute für die im hohen Norden verbliebenen Familien eingepackt.
Nach fünf Tagen voller Abenteuer und Prüfungen traten sie am sechsten Tage die Heimreise an und machten Halt in Paris, wo sie die ehrwürdige Notre-Dame und den hohen Eiffelturm bestaunten. Letztendlich kehrten die Gefährten am siebenten Tage nach ihrem Aufbruch kurz nach Mitternacht heim und erreichten am 15. März im Jahre des Herrn 2026 wohlbehalten ihre Heimatstadt, wo sie von ihren Altvorderen herzlich begrüßt und unter großem Jubel in Empfang genommen wurden.
Copyright © 2022 Richter. All rights reserved.



