Am Montag, den 26. Januar 2026, sind wir mit unserem gesamten 9. Jahrgang zur KZ‑Gedenkstätte Neuengamme gefahren. Schon auf dem Weg dorthin war klar, dass das kein normaler Schultag werden würde. Es war richtig kalt, und immer wieder fing es an zu schneien. Viele froren schon beim Aussteigen aus dem Bus, und irgendwie passte dieses Wetter zur Stimmung des Ortes.
Einige Klassen hatten schon etwas über Neuengamme im Unterricht gelernt, aber dort zu stehen, wo früher ein Konzentrationslager war, fühlte sich für die meisten der Schüler und Schülerinnen ganz anders an. Die Kälte kroch durch die Jacken und ließ alle in Ansätzen daran erinnern, wie schlimm es für die Menschen gewesen sein muss, die hier unter unmenschlichen Bedingungen leben und arbeiten mussten. Alle fünf Klassen trafen sich zu Beginn des Besuches mit ihren Guides und lernten die Gedenkstätte auf unterschiedliche Art und Weise kennen.
Im Hauptgebäude gab es eine große Ausstellung über die Geschichte des Lagers. Es gab viele Fotos, Dokumente und Gegenstände von ehemaligen Häftlingen. Rückblickend hatten die persönlichen Geschichten der ehemaligen Häftlinge die Schülerinnen und Schüler besonders beeindruckt, da hier die Zahlen und Geschichten aus dem Unterricht plötzlich real wurden. In der Ausstellung hätten sich die Schülerinnen und Schüler noch mehr Zeit gewünscht, um sich intensiver mit den Schicksalen der ehemaligen Häftlinge auseinanderzusetzen.
Trotz des Schneefalls gingen die Klassen über das Außengelände. Die Überreste der Baracken und Werkhallen wirkten trostlos. Die Guides der Klassen erklärten, wie das Lager aufgebaut war und wofür die Häftlinge arbeiten mussten. Leider waren die Markierungen der ehemaligen Gebäude durch den Schnee nicht immer sichtbar.
Die Schülerinnen und Schüler haben unterschiedliche Erfahrungen an dem Tag gemacht. Doch alle berichteten davon, dass es sehr eindrucksvoll und wichtig für ihr Verständnis der damaligen Zeit gewesen sei, zu sehen, wohin Ausgrenzung, Rassismus und Diskriminierung führen kann. Im Unterricht nach dem Besuch der Gedenkstätte sprachen sich die Schülerinnen und Schüler dafür aus, dass auch die zukünftigen 9. Klassen Neuengamme besuchen sollten!
An dieser Stelle möchten wir uns einmal recht herzlich bei dem Land Schleswig-Holstein (Förderungen für Gedenkstättenfahrten) und dem Schulverein Büchen e.V. bedanken, die unsere Fahrt zur Gedenkstätte Neuengamme finanziell unterstützt haben!
H. Braun
