Zur Gruppe gehörten Schulleiter Marcus Tandecki, die Lehrkräfte Michael Hinrichs, Lisann-Marie Schwartz und Stefanie Raulin sowie die Schulsozialarbeiterin Mathilda Eichhorst.
Gleich zu Beginn des Aufenthalts wurde die Gruppe herzlich vom Bürgermeister Pellervo Hämäläinen empfangen – ein eindrucksvoller Auftakt, der die enge und lebendige Städtepartnerschaft zwischen Büchen und Liperi unterstrich. Während der gesamten Woche begleiteten Riitta Lappalainen, Pia Timonen und Kaisa Pelkonen den Besuch und stellten ein abwechslungsreiches und sehr gut organisiertes Programm zusammen.
Im Mittelpunkt standen zahlreiche Schulbesuche sowie der direkte fachliche Austausch mit finnischen Kolleginnen und Kollegen. Insgesamt wurden alle sechs Schulen in Liperi besucht, mit einem besonderen Fokus auf die Jahrgänge 5 bis 9. Die Gruppe erhielt dabei vielfältige Einblicke in den finnischen Unterricht, die Schulorganisation und pädagogische Konzepte. Besonders hervorzuheben ist die enge Zusammenarbeit mit der Ylämylly School, die einen zentralen Bestandteil des Austauschs bildete.
Schulleiter Marcus Tandecki betonte die Bedeutung dieser Kooperation:
„Die Zusammenarbeit mit den Schulen in Liperi, insbesondere mit der Ylämylly School und ihrem Schulleiter Antti Ikonen, ist für uns von großem Wert. Wir erleben hier ein Schulsystem, das weltweit zu den führenden zählt und in dem konsequent auf Chancengleichheit, individuelle Förderung und hohe pädagogische Qualität gesetzt wird. Der fachliche Austausch eröffnet uns wertvolle Impulse für unsere Schulentwicklung in Büchen.“
Das finnische Schulsystem gilt international als eines der leistungsfähigsten und zugleich gerechtesten Bildungssysteme. Besonders auffällig ist der hohe Grad an individueller Förderung sowie die konsequente Ausrichtung auf Chancengleichheit. Differenzierung ist dabei kein Zusatz, sondern selbstverständlicher Bestandteil des Unterrichts. Schülerinnen und Schüler werden entsprechend ihrer Fähigkeiten gezielt unterstützt, ohne frühzeitige Selektion oder unnötigen Leistungsdruck.
Für die Friedegart-Belusa-Gemeinschaftsschule in Büchen sowie für das Bildungssystem in Schleswig-Holstein ergeben sich daraus wertvolle Anregungen. Vor allem in den Bereichen individuelle Förderung, multiprofessionelle Zusammenarbeit und strukturierte Unterrichtsentwicklung zeigen sich konkrete Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung.
Die Erasmus-Fahrt nach Liperi hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll internationale Kooperationen für die Schulentwicklung sind. Sie stärken nicht nur den fachlichen Austausch, sondern auch das gemeinsame europäische Verständnis von Bildung, Zusammenarbeit und Zukunftsgestaltung.
