Politiker im Dialog: Friedegart-Belusa-Schüler diskutieren Zukunftsthemen
Schülerinnen und Schüler der Friedegart-Belusa-Gemeinschaftsschule in Büchen kamen mit Landtagsabgeordneten ins Gespräch und diskutierten engagiert über aktuelle Fragen rund um Bildung, Mobilität und politische Mitbestimmung. Die Veranstaltung zeigte, wie wichtig der direkte Austausch zwischen jungen Menschen und Politik ist.
Am Montag, 16. Februar, besuchten drei Landtagsabgeordnete die Friedegart-Belusa-Gemeinschaftsschule: Oliver Brandt (Grüne), Martin Habersaat (SPD) und Rasmus Vöge (CDU). Im Rahmen der Initiative DialogP, einem bundesweiten Bildungsformat, erhielten die Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs die Gelegenheit, ihre Fragen direkt an die Politiker zu richten und politische Entscheidungsprozesse aus erster Hand kennenzulernen.
Von psychischer Gesundheit bis Bürokratie
Die inhaltliche Vorbereitung erfolgte im Wirtschaft/Politik-Unterricht. Die Bandbreite der Themen zeigte, wie intensiv sich die Jugendlichen mit gesellschaftlichen Herausforderungen auseinandergesetzt hatten: Muss das Schulsystem verändert werden, um die psychische Gesundheit von Schülerinnen und Schülern zu stärken? Sollte es ein kostenloses ÖPNV-Ticket für Schülerinnen und Schüler geben? Wie kann die Beteiligung Jugendlicher am politischen Geschehen verbessert werden? Und lässt sich der Bürokratieaufwand in Schleswig-Holstein reduzieren? Nach einer kurzen Begrüßung startete die Veranstaltung mit einem gemeinsamen Quiz, an dem sowohl Abgeordnete als auch Schülerinnen und Schüler teilnahmen. Anschließend diskutierten die Politiker an Gruppentischen jeweils mit rund zehn Jugendlichen zu ausgewählten Themen. Alle 15 Minuten wechselten die Abgeordneten den Tisch, sodass vielfältige Perspektiven zusammenkamen. In der abschließenden Präsentationsrunde wurden die zentralen Argumente vorgestellt und mit roten und grünen Karten bewertet. Dabei zeigte sich, dass es in vielen Punkten Übereinstimmungen gab – ebenso wie unterschiedliche Sichtweisen, die zum Weiterdenken anregten.
Politik greifbar gemacht
Viele Schülerinnen und Schüler beschrieben die Veranstaltung als informativ und bereichernd. „Es war spannend, mit Abgeordneten darüber zu sprechen, ob Ideen umsetzbar sind, und unterschiedliche Sichtweisen kennenzulernen“, sagte die Elftklässlerin Salome. „So bekamen wir einen Eindruck davon, wie politische Entscheidungen entstehen und wo Kompromisse nötig sind“, ergänzte Mitschülerin Lena Burmeister. Auch die beteiligten Abgeordneten hoben die konstruktive Atmosphäre hervor. Sie betonten, wie wichtig Formate wie DialogP seien, um mit jungen Menschen ins Gespräch zu kommen, ihre Anliegen kennenzulernen und politische Prozesse transparent zu machen. Schulleiter Tandecki unterstrich ebenfalls die große Bedeutung solcher Begegnungen: Der direkte Austausch stärke die politische Bildung, fördere Dialogfähigkeit und zeige den Schülerinnen und Schülern, dass ihre Fragen und Anliegen ernst genommen werden. Veranstaltungen wie diese seien ein wichtiger Beitrag zur demokratischen Schulkultur und zur Vorbereitung auf eine aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
Herr Brandt (Grüne), Herr Tandecki (Schulleitung), Herr Habersaat (SPD), Frau Rodriguez (stellv. Schulleitung), Herr Andresen (WiPo-Lehrkraft), Herr Vöge (CDU).
