Schulsozialarbeit: Fake-News: In unsicheren Zeiten steigt die Anzahl

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern,

wir erleben in der jetzigen Phase der Corona-Pandemie, wie starke Beschränkungen allmählich wieder gelockert werden, wie alltägliche Dinge aus der Vor-Corona-Zeit langsam zurückkehren und wie es durch die Lockerungen sofort zu neuen Problemen kommt. Einige Bürger halten es für verfrüht und/oder zu viel, andere für viel zu spät und/oder viel zu schwach und wieder andere sind nun total verwirrt. Bei so viel Unsicherheit steigt die Gefahr, dass Falschmeldungen gestreut und als diese nicht mehr erkannt, sondern oft ungefiltert weitergetragen und für wahr angesehen werden.

Fake-News: Faktencheck

In meinem privaten Umfeld, wenn ich mich z.B. mit jemanden unterhalte, gibt es eine Geschichte, die mir auf ganz einfache Weise aufzeigt, welche Entscheidungshilfe ich grundsätzlich nutzen kann, die mir aufzeigt, ob die Nachricht der Wahrheit entspricht. Bekannt ist diese Geschichte unter dem Namen:

„Die drei Siebe“

Eine Person möchte mir etwas über einen Freund erzählen. Doch bevor er es machen kann, soll das, was er erzählen möchte, durch die drei Siebe laufen.

  • Erstes Sieb: Das Sieb der Wahrheit. Also nur gehört oder miterlebt?
  • Zweites Sieb: Das Sieb des Guten. Ist es etwas Schönes, was gesagt werden sollte?
  • Drittes Sieb: Das Sieb der Notwendigkeit. Ist diese Information für mich wichtig? Benötige ich dieses Wissen?

Sollte es vielleicht nicht wahr sein, es ist nichts Gutes und es ist zudem nicht unbedingt notwendig für mich – dann sollte die Sache auch nicht erzählt werden.

Dieses Vorgehen ist natürlich sehr vereinfacht. Aber wäre es nicht klug, wenn bei schwierigen Informationen eine Hinterfragung der Fakten erfolgt?

Leider bekommen wir ungefragt diverse Informationen und können uns davor kaum schützen. Vermehrt geschieht dies über soziale Netzwerke und Messenger Dienste. Was kann ich in diesen Fällen machen?

Es gibt 4 Leitfragen, die ich beantworten muss.

  • Woher kommt die Nachricht?

Welche Quelle ist Ursprung der Nachricht?

Der Freund eines Freundes und dessen Schwester und davon eine Freundin(?!) oder kommt die Information von einem Wissenschaftler, der Fachmann auf diesem Gebiet ist oder kommt der Link von seriösen Anbietern, wie den öffentlich-rechtlichen Medien. Handelt es sich gar um eine Information mit Kettenbrief-Charakter (WhatsApp). Sinnvoll ist bei Twitter, Facebook und Co zu schauen, was dort im Profil steht und welche Informationen dort noch zu finden sind. Gleiches gilt für You-Tube-Kanäle.

  • Was ist der Kern der Botschaft?

Wer berichtet von wo, wann ist etwas angeblich passiert und was genau war das? Problematisch sind Nachrichten, wenn eine lockere Ansprache emotional unterlegt wird und sprachliche Unschärfen vorhanden sind (irgendwie, ein bisschen, so ungefähr). Eine Überprüfung ist somit kaum möglich. Zweifel sind in diesen Fällen sicherlich angebracht.

  • Finden Sie die Information bei einer zweiten vertrauenswürdigen Quelle?

Hierzu empfehlen wir über eine Suchmaschine die prägnante Aussage des Textes einzugeben bzw. diese zu kopieren. Hier werden weitere Treffer zum Thema angezeigt, die entweder Zweifel unterstützen oder andernfalls durch seriöse Anbieter die Richtigkeit untermauern.

  • Was könnte die Absicht hinter einer Botschaft sein?

Könnte es sein, dass nur Emotionen entstehen sollen? Sollen diese Botschaften gar Panik und Angst schüren? Wer hat einen Vorteil? Habe ich etwas erfahren, das mir hilft? Verstehe ich einen Sachverhalt besser oder soll ich etwas Bestimmtes denken?

Es wird leider selten eindeutige Antworten auf die 4 Fragen geben. Es kann aber damit abgewogen werden, ob ich eine Nachricht als erfunden, unwahr oder verfälscht einstufe oder eben nicht. Ich entscheide über WhatsApp-Sprachnachrichten, You-Tube-Videos oder Facebook-Eintragungen. Daher unser Rat: Sobald Zweifel bestehen, verzichtet auf die Verbreitung von Nachrichten und Links. Besser noch, weist den Absender auf die vorhandenen Zweifel hin.

Viele herzliche Grüße, bleiben Sie/ bleibt gesund!

Annika Zimmer und Bernd Reinke

Schulsozialarbeit

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Schulsozialarbeit: Motivation – wie komme ich dazu?

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern,

ohne Corona würden wir uns so allmählich auf die Sommerferien freuen. Die Arbeiten wären geschrieben und der Alltag würde für viele Schüler und Schülerinnen 6 Wochen endlich anders verlaufen. Nicht früh aufstehen müssen, kein nerviger Schulweg mehr, keine anstrengenden Unterrichtsstunden und vor allem kein Stress von Eltern, Lehrern oder durch einen selbst. Halt 6 Wochen Ferien… 

Nur ist es wirklich so? Wird das Lernen eingestellt? Sind alle Abläufe verschwunden? Oder steht der eine oder andere vielleicht doch mal früh auf, weil er zum Angeln geht, einen Ausflug plant, mit Freunden eine besondere Radtour erleben möchte, oder, oder, oder. Wird der Schulweg dadurch zu einem, dann nur anderen, Weg. Wird das Lernen nur auf andere Gebiete verteilt und eben nicht vorgegeben. Haben Eltern nicht doch weiterhin Fragen und benennen Regeln?

Woher kommt die Motivation, etwas zu machen?

Die Antwort ist relativ simpel und jeder kennt sie auch.

             Der Anreiz und somit der „Lernstoff“ muss wichtig und relevant erscheinen!

Eine Motivation von außen ist hierbei wichtig und ist wünschenswert. Das kann ein wichtiger Anstoß sein. Nur noch wichtiger ist, dass ein selbst gestecktes Ziel aus eigenem Antrieb erreicht werden kann. Sobald ich merke, dass ich das zu Lernende einsetzen kann, sobald ich ein eigenes Interesse an der Sache habe, sobald ich Freude entwickele…dann kann ich nahezu alles schaffen.

Das weiß der/die Fußballer/in, der/die Angler/in, der/die Youtuber/in, der/die Reiter/in, der/die Schwimmer/in, der/die Fahrradfahrer/in, der/die Hobby Koch/Köchin usw.

Es ist sicherlich unwahrscheinlich, dass jeder Jugendliche diese Gefühle für Schule empfinden kann. Dennoch wurde durch die jetzige Zeit deutlich erkennbar, dass Schule viel mehr in einem Schülerleben ist, als nur ein Lernort. Ich treffe Freunde und erfahre Neues. Ich habe einen geregelten Ablauf, der mir einfach Sicherheit gibt.

Der Wunsch der Schulsozialarbeit an euch ist daher relativ einfach und ebenso simpel, wie die oben genannte Antwort.

Wartet nicht, bis sich etwas ändert oder, was noch problematischer bei vielen Jugendlichen ist, bleibt nicht in eurer virtuellen Welt. Sondern werdet, wenn auch weiterhin eingeschränkt und mit einigen Auflagen, möglichst aktiv: Geht wieder oder zum ersten Mal in einen Verein und macht gemeinsam Sport – natürlich mit Abstandsregeln. Gemeinsam musizieren, Theater spielen oder am Wochenende mit dem Kanu einen Fluss entlang paddeln. So lernt man nicht nur die Welt kennen, sondern vor allem auch sich selbst.

Bei vielen Erlebnissen kommt das Wissen automatisch. Denn wer viele Erfahrungen macht, der hat auch viele Fragen, ist also motiviert, und möchte lernen und er wird bemerken, wozu er es benötigt.

In der jetzigen Zeit sollten wir alle erst recht schauen, was wir mit den eingeschränkten Vorgaben doch noch machen können. Es liegt an uns, einen Weg zu finden. Wer sich umschaut, der wird fündig werden. Dabei muss es gar nicht über andere geregelt werden oder die ganz große Welt/Reise sein. Der Wald am Ortsrand oder ein Bauwerk in der Nähe können schon interessant sein und Fragen entstehen lassen. Selbst das Ändern der Sprache (alles Englisch benennen, was man weiß) kann Neugierde wecken…und Mathematik findet jeder; ob in der Küche, beim Auswiegen oder bei der Mengenberechnung oder beim Streichen des Gartenhäuschens…Das Lernen einbinden im Alltagsgeschehen und möglichst erklären, das wäre toll und würde Fragen und damit Motivation entstehen lassen.

Viele herzliche Grüße, bleiben Sie/ bleibt gesund!

Annika Zimmer und Bernd Reinke

Schulsozialarbeit

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KULTURSOMMER AM KANAL

… und unsere Schule ist voll dabei!!!

Nicht „nur“ der Wahlpflichtkurs „Darstellen und Gestalten“ der 10. Klassen ist mit seinem Stück ÜBER DIE GRENZE beteiligt, sondern auch weitere besonders engagierte Schüler, völlig bunt gemischt aus den unterschiedlichsten Jahrgängen von Klasse 6 bis Klasse 13. Einem ersten Treffen Anfang März mit dem Intendanten, Frank Düwel, und der Regisseurin, Vendula Vonnovakova, sollte ein Pressetermin am 20. März und einige weitere Arbeitstermine folgen. Die Kostümbildnerin hat bereits die Kleidung für die Schülerinnen und Schüler (3 Jungen sind auch beteiligt!) zum großen Teil fertig gestellt.  … .

Auch die vier Schülerinnen der Tanz-AG, Amelie, Charleen, Josefine und Paula, haben schon fleißig an gestalterischen und tänzerischen Ideen nach der Musik „In The Mood“ von Glenn Miller gearbeitet. Sie sowie die übrigen Schüler sollten in eine Straßenszene im Pommernring integriert werden – zurückversetzt in die Zeit der 50er Jahre.

Leider kam nun alles anders. Das gesamte Festival incl. der Eröffnungsfeier am kommenden Sonntag, dem 7. Juni, wird nun in einer ganz anderen Form als geplant erscheinen. Aber immerhin: Es wird erscheinen – nämlich digital! Und so haben auch die Schüler wenigstens die Gelegenheit eines ganz kleinen Auftritts sowie wir alle die Möglichkeit, uns einen Eindruck davon zu verschaffen. Dieses ist ab dem 7. Juni  unter www.kultursommer-am-kanal.de gewährleistet.

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ÜBER DIE GRENZE

Dieses Stück des Wahlpflichtkurses „Darstellen und Gestalten“ der 10. Klassen sollte noch in der Woche vor Pfingsten zur Aufführung gelangen und auch Teil der Eröffnungsfeier des Kultursommers am Kanal sein. Mit dem letzten Tag vor der Schulschließung stand auch die letzte Szene und sogar die Applausordnung zu einer Musik, deren Wahl sich als ziemlich schwierig herausstellte, war einstudiert. Es musste nur noch gefeilt und geschliffen werden. … .

Dabei gestaltete sich der Start erst mal ziemlich zäh und schwierig. Die Meinung der Schüler, ein Stück zur innerdeutschen Grenze bzw. zum Grenzbahnhof Büchen zu spielen, war einhellig: „Langweilig!“ – „Oh, Nein! Nicht schon wieder dieses Thema!“  – „Die Kursschüler vor uns, die hatten es gut bei Ihnen. Die durften MONSIEUR CLAUDE UND SEINE TÖCHTER spielen!“ – „Wir sollen jetzt Stoff des Geschichtsunterrichts spielen???“ – „Hauptsache, es wird lustig! Aber wie soll das bei diesem Thema funktionieren???“ Die Schüler waren sehr skeptisch. Es dauerte, bis das Eis brach.

Nach und nach erfuhren die Schüler, dass die deutsch-deutsche Geschichte gar nicht so trocken ist. Grenzkontrollen mit allerlei peinlichen Situationen, marschierende Grenztruppen, revoltierende bzw. pubertierende Jugendliche im Westen wie im Osten, Udo Lindenberg auf dem Weg nach Ost-Berlin, Familie Weißmanns mit regelmäßigem Westbesuch vom Onkel mit dessen geschmuggelten Geschenken, Schabowskis Zettel. Dabei fuhr manch Schüler schauspielerisch zur Höchstform auf – so die drei Grenzsoldaten, Matti, Mika und Oke, die wie besessen Gepäck und Abteil der Reisenden kontrollierten. Sophie in der Rolle als Friedegart Belusa, zum einen schroff gegenüber den Jugendlichen und dann wiederum freundlich gegenüber der Presse, überzeugte auch als Doris Weißmanns. Sie stand in dem Konflikt, die Gelegenheit zur Flucht zu nutzen (Sie hat den Reisepass einer Westbürgerin gefunden.), und dem der emotionalen Verbundenheit zu ihrem Ehemann und ihrer Tochter, Peggy. Anna spielte sehr treffend die Tochter, die nie um eine freche Bemerkung verlegen ist. Ihr Vater oder „Held der Arbeit“, Matti in seiner zweiten Rolle, hat sich so sehr mit seiner Figur identifizieren können, dass er kaum die Textvorlage brauchte. Und so entstand beim Spielen immer wieder etwas Neues und Überraschendes. Auf der Suche nach dem besten Platz in der Pressekonferenz verblüffte Johanna als Bild-Journalist, Peter Brinkmann, aufgrund der grotesken Übertriebenheit. Und so lässt sich die Aufzählung noch lange fortsetzen, denn alle Kursschüler haben ihr Bestes gegeben.

Schade, dass sich das Publikum nicht davon überzeugen konnte!                                      

Schade, dass wir keine Gelegenheit hatten, das Publikum zum Schmunzeln zu bringen!        

Schade, dass es noch nicht mal Probenfotos gibt. Deshalb müssen jetzt ein paar Requisiten herhalten.

So bleibt noch zu ergänzen, dass wir Udo Lindenberg per Brief zu unserer Aufführung eingeladen haben, die übrigens genau in die Lücke zwischen seinem Konzert in Schwerin und dem in Berlin gepasst hätte :). Von seinem I-Phone aus hat er uns u.a. geantwortet, dass er zwischen seinen Konzerten „leider nix anneres“ machen könne. Er wünsche uns aber „Toi, Toi, Tolstoi! Euer Udo“. Allein das war schon ein besonderes Erlebnis – genauso wie das, dass der Intendant vom Kultursommer am Kanal, Frank Düwel, im Januar in unseren Unterricht zu Besuch kam, um die erste Hälfte unseres Stücks zu sehen. Er war davon so angetan, dass es unbedingt ein Teil der Eröffnungsfeier werden sollte. Deshalb ist nun auch dort auf der Internetseite des Festivals www.kultursommer-am-kanal.de am 7. Juni etwas von uns zu finden.

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Schulsozialarbeit: Covid-19 und Medien. Welche Chancen bestehen jetzt?

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern,

insbesondere die Jugendlichen wachsen wie selbstverständlich mit einer immensen Medienvielfalt auf. Andere wiederum, oftmals Eltern oder Ältere, haben Probleme damit. Warum sehen wir das nicht als Chance? Was können wir jetzt machen?

Medien – Update oder Upgrade für die gesamte Familie

Wer einmal Zeit hat in einer stark frequentierten Umgebung Menschen zu beobachten, wird feststellen, dass eine sehr große Anzahl von Menschen mobil ausgestattet durch das öffentliche Leben geht. Das Smartphone ist zumeist online und zeigt Wege an. Es wird mit dem Smartphone kommuniziert, es spielt Musik ab oder wird nebenbei anderweitig genutzt. Selbst in der jetzigen Pandemie wird nach einer medialen und politischen Lösung gesucht. Mit Hilfe einer App sollen Auswertungen zum Ausbruchsgeschehen gesammelt werden. Wir alle werden uns also über kurz oder lang mit dieser Thematik beschäftigen müssen.

Grundsätzlich Medienthemen und die Basis sind:

  • SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht. (Chancen+Risiken, Handlungsempfehlungen)
  • Gutes Aufwachsen mit Medien (Medien sicher und kreativ nutzen/einsetzen)
  • Surfen ohne Risiko (sichere Passwörter, Regelwerk, das Internet)
  • ACT ON! aktiv + selbstbestimmt online (medienpädagogische Begleitung/Online Verhalten)

(Bei den tiefschwarz geschriebenen Informationen, handelt es sich um Internetseiten. Weitere Informationen unter: BMFSFJ – Medienkompetenz stärken )

Wir, von der Schulsozialarbeit, möchten allerdings diesmal Ihren/Euren Standpunkt verändern. Weg von den grundsätzlichen Themen. Hin zu Medien in der jetzigen Situation – Medien als Lernmittel. Wir möchten darauf verweisen, dass es sich momentan um eine große mediale Chance für die gesamte Familie handelt:

  • Eltern sind gut geschult: Ihr Kind kann von Ihnen lernen und vor allem wird der Jugendliche, selbst bei langjährigem Umgang mit seinen Medien, bei Word, Excel und Co. sicherlich Hilfe benötigen. Ein update für alle steht an.

Mutter – Vater – Kind

  • Eltern sind unsicher: Ihr Kind kann mit Ihnen lernen und vor allem können alle viel mitnehmen und gemeinsam Lösungen suchen. Ein update für alle.

Mutter – Vater – Kind

  • Eltern sind ohne Zugang: Ihr Kind kann Ihnen zeigen, was möglich ist. Sie können Lernen und bestimmt beim Lerninhalt Ihrem Kind später wieder was zurückgeben. Eine win – win Situation mal andersherum.
  • Eltern und Kind sind ohne Zugang: Wenn nicht jetzt, wann dann? Alle können sich dem Thema nähern und werden gemeinsam Erfolge erleben.

Bei allen Konstellationen:

Eine ganz spannende gemeinsame Familienreise kann starten. Stellt Fragen, lasst euch Apps erklären oder probiert vieles aus. Am Ende des Weges wird es für alle zu einem upgrade kommen. Dafür lohnt es sich bestimmt ein Teil der Familienzeit einzusetzen. Besonders wertvoll ist hierbei, dass Kinder/Jugendliche mit ihren Eltern an etwas arbeiten, was in ihrer Lebenswelt bereits ist und schon immer eine Faszination ausgeübt hat. Jugendliche können mit ihren Eltern etwas Tolles teilen. Die Eltern hingegen müssen in diese Welt eintauchen, ob sie es wollen oder nicht. Jetzt besteht die Chance, dass mit den eigenen Kindern anzugehen. Die Zeit bleibt nun mal nicht stehen und fordert uns alle auf.

Im Übrigen gibt es einen weiteren tollen Nebeneffekt. Sie beide, Eltern wie Schüler, haben die Möglichkeit, z.B. das Smartphone zum Vokabeln prüfen/lernen, zum Lernstoff ansehen/aneignen oder als Vorbereitung für Klassenarbeiten samt der Terminierung einzusetzen. Sie als Eltern können diese Daten verknüpfen und auf dem eigenen Smartphone parallel ansehen. Vorteil: Eltern sind ganz nah am Kind und am Lernstoff, bekommen die Informationen, was (welches Thema), wann (Klassenarbeiten, Abgabetermine Ordner oder Hausarbeiten) anstehen ohne dauernd nachfragen zu müssen.

…und nicht zu vergessen: das Smartphone ist Dauerpräsent, also immer dabei. Ich (Eltern und/oder Schüler) kann auf langweiligen Autofahrten nachschauen, beim Warten mich informieren oder bei anderen Angelegenheiten schnell mal Informationen suchen, was in der Schule anliegt. Es besteht sogar die Chance zu sehen, ob gelernt wird.

Viele herzliche Grüße, bleiben Sie/ bleibt gesund!

Annika Zimmer und Bernd Reinke

Schulsozialarbeit

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Berufsmesse online für Schüler und Eltern

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Coronabrief 02.06.2020

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Schulsozialarbeit: Wo kommt nur der Stress her?

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern,

wir lernen in diesen Tagen, was es bedeutet, wenn unser Alltag nicht mehr wie gewohnt funktioniert. Allem voraus fehlen uns unsere sozialen Kontakte. Auswirkungen sind sehr häufig: Wir spüren eine höhere Belastung, sind reizbarer und fühlen uns gestresst.

Stress und Entspannung

Vorab erstmal das Positive – Stress ist etwas Natürliches. Stress war und ist für uns als Mensch überlebenswichtig. In diesem Zustand erhalten wir kurzfristig eine erhöhte Leistungsbereitschaft, die uns durch eine automatische Reaktion des Körpers zur Verfügung gestellt wird. Bei Gefahren bedeutet es „Fliehen“ oder „Kämpfen“, in vielen anderen Situationen einfach nur eine wesentlich erhöhte Aufmerksamkeit.

Für ganz viele Menschen bedeutet Stress eine Belastung. Es kann das Gefühl „unter Druck zu sein“ entstehen und es können auch körperliche Beschwerden auftreten. Daher ist es wichtig zu wissen woher der Stress kommt und Strategien zu kennen wie dem Stress begegnet werden kann.

Stress hat viele Auslöser. Eine Stressreaktion kann durch äußere Faktoren, wie Lärm, ein Überangebot an Reizen usw. entstehen oder durch innere Faktoren, wie Erfahrungen, Vorstellungen usw. Deshalb ist es gut, wenn Stresssituationen analysiert werden. Was passierte? Was spürte ich? Was habe ich getan? Oder auch nicht getan?

  • Problem erkennen und benennen
  • Mögliche Lösungen sammeln (wenn möglich den Auslöser mit einbeziehen)
  • Beste Lösung für beide/alle herausfiltern
  • Sich Folgen ausmalen und besprechen
  • Bewerten – und dann entscheiden und durchführen

Präventiv und damit ein Schutz ist das Gefühl der Entspanntheit. Das erreicht jeder anders. Hilfreich ist z.B. unter anderem das Wegatmen (bis 10 Zählen und viel durch die Nase einatmen und durch den Mund alles ausatmen), eine Traumreise (alle zusammen mit Hilfe eines Abspielgerätes), seinen Traumort aufsuchen (in Gedanken oder vielleicht ist dieser ja in der Nähe (Waldstück?)), das Weglachen (eine lustige Situation sich vorstellen) oder auch das Wegsingen. Es gibt aber natürlich noch viel mehr Ideen, wie Schreiben, Lesen und Malen usw., die helfen.

Viele herzliche Grüße, bleiben Sie/ bleibt gesund!

Annika Zimmer und Bernd Reinke Schulsozialarbeit

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Coronabrief 18.05.2020

Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,

nachdem wir und vor allem die Schülerinnen und Schüler die  schriftlichen Prüfungen hinter sich bzw. hinter uns gebracht haben, gehen wir nun in die letzte Phase unseres Schuljahres. Gemäß dem Stufenplan des Ministeriums kommen jetzt immer mehr Klassenstufen in die Präsenzphase in die Schule. Wie wir es derzeit schon mit einzelnen Klassen machen, wird es  auch in den folgenden Wochen nur ein tageweiser Besuch werden, denn wir müssen die Klassen weiterhin in Gruppen teilen, um so die Abstandsregeln einhalten zu können.

Der Plan sieht vor, dass ab 1. Juni alle Klassen wieder in die Schule kommen, und zwar einmal bis maximal zweimal pro Woche. Die Klassenlehrkräfte legen diese Tage fest, wobei wir eine Tageshöchstgrenze bestimmt haben, damit nicht zu viele gleichzeitig in der Schule sind. Unterricht soll es dann vorrangig in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch geben, in der Oberstufe sind es die Profil- und die Kernfächer. Der Unterricht über die digitalen Medien läuft parallel weiter. Auch die Notbetreuung wird es an allen Schultagen  bis zu den Ferien geben, nicht aber am 22.05., da dieses ein regulärer Ferientag ist. Die beweglichen Ferientage am 20. und 25. Mai wurden als solche gestrichen, hier finden also die Notbetreuung und für einzelne Klassen auch Präsenzunterricht statt. Hinweisen möchte ich noch darauf, dass aus gesundheitlichen Gründen nicht alle Lehrkräfte in der Schule sein können und in diesen Fällen die Versorgung mit online-Aufgaben und der telefonische Kontakt vorrangig sind.

Viele Grüße!

Harry Stossun

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Schulsozialarbeit: Die Häufung von Konflikten im Alltag – das ist jetzt leider möglich

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern,

wir verbringen die meiste Zeit momentan zu Hause. Viele leben auf beengten Raum. Das ist stressig und nicht immer einfach. Konflikte sind vorprogrammiert. Damit eine strittige Situation besser eingeordnet werden kann, kann es sinnvoll sein, vor einer impulsiven Reaktion, kurz zu überlegen was gerade warum passiert ist. Folgendes Modell kann dabei hilfreich sein. Bei jeder Information sollte geschaut werden, auf welcher Ebene der Sender und Empfänger spricht.

Das Vier-Ohren-Modell von Schulz von Thun

Der Sorgeberechtigte sagt: Das Zimmer sieht unordentlich aus. Bitte räume es auf!

  1. Ohr – Sachebene = Rein sachlich ist das Zimmer unordentlich und soll aufgeräumt werden. Eine klare Feststellung des Sorgeberechtigten.
  2. Ohr – Selbstoffenbarung = Der Sorgeberechtigte findet es schrecklich, wenn ein Jugendzimmer so aussieht.
  3.  Ohr – Beziehung = Der Sorgeberechtigte kann z.B. häufig Anweisungen geben, weil er der „Erwachsene“ oder auch „Überlegene“ ist. Er kann es halt!
  4.  Ohr – Appell = Das Zimmer muss aufgeräumt werden, weil es unordentlich ist.

Beispiel: Wenn der Sender auf der Sachebene spricht und der Empfänger auch auf der Sachebene hört, dann ist das ganze ohne Wertung zu verstehen und müsste, zumindest bei gleichen Vorstellungen von Ordnung, kein Problem darstellen. Verhandelbar wäre vielleicht noch der Zeitpunkt, bis wann aufgeräumt werden soll.

Beispiel: Sollte der Sender aber z.B. auf der Appellebene sprechen und der Empfänger auf der Beziehungsebene hören, dann ist ein Streit fast unausweichlich. Der Empfänger will, dass aufgeräumt wird. Der Jugendliche fühlt sich genervt, weil er öfters Ansagen bekommt und keine Lust hat diese auszuführen.

Sobald unterschiedliche Ebenen vorliegen, kommt es zu Missverständnissen und damit kann eine Situation schnell eskalieren. Gepaart mit dem allgemeinen Stress ist das alles hochexplosiv. Es ist eine schwierige Situation.

Ziel sollte es sein, zu klären, warum welche Ebene vorliegt und wie beide Seiten auf eine gemeinsame Ebene kommen können. Es muss geklärt werden was fehlt, um etwas anzunehmen oder um etwas anders beurteilen zu können. Dieses betrifft sowohl den Sender wie auch den Empfänger!

Viele herzliche Grüße, bleiben Sie/ bleibt gesund!

Annika Zimmer und Bernd Reinke

Schulsozialarbeit

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